Shocking Shopping

Nun sind die wichtigsten Großereignisse des Jahres 2011 abgeschlossen, Zeit sich endlich um das Großereignis 2012 zu kümmern: Das Kind. Bei der Organisiererei hab ich Geburtsvorbereitung und Babyausstattung brav vor mir hergeschoben – nur mal hie und da von weitem in Babyabteilungen reingelinst. Jetzt sind es nicht mal mehr 10 Wochen und bisher habe ich EINEN Babybody gekauft. Das Zimmer des Drachkindes steht noch voller Kisten, es gibt weder Bett noch Badewanne, weder Wickeltisch noch Windeln. Also haben wir mal bei Höffner in die Babyabteilung geschaut und ich hab gestern die Gelegenheit genutzt, mich im Babywalz umzusehen. Resultat: ahhhhhh, *panik* …

Wir brauchen noch so viel, ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Einen Kinderwagen. Und eine Tragetasche/-beutel. Und ein Maxicosi, und Klamotten und ein Bett mit Nestchen und Matratze und einen Wickeltisch. Und ne Milchpumpe oder ein Stillkissen oder und oder und …  Ich bin total erschlagen. Es ist einmal die Menge an verschiedenen Dingen, die noch benötigt werden, bei gleichzeitiger Vielfalt der Angebote einer Kategorie und einer ungeahnten Kostenbreite. Es gibt gefühlte 1603 Modelle an Kinderwagen, für die man von 200 bis 1000 Euro alles ausgeben kann. Oder gebraucht kaufen.  Was ist gut, was ist wichtig, wo fang ich an??

Nach diesem etwas schockierenden Gesamteindruck habe ich mich für die Strategie „divide and conquer“ entschieden. Ein benötigtes Teil recherchieren, vergleichen, Ratschläge einholen, und dann besorgen – alles schön nacheinander, das wichtigste zuerst.

Ein weiteres schockierendes überraschendes Erlebnis hatte ich heute in einer Umkleidekabine. Seit dem Umzug Anfang Dezember habe ich mich nicht mehr in einem Ganzkörperspiegel ausgezogen gesehen. Meine Fresse, was für ein Bauch. Dass es Leute gibt, die glauben es würden 2, kann ich nun nachvollziehen. Ich fühle den Umfang zwar immer deutlicher, aber ihn so zu sehen, war doch etwas schockierend überraschend.

Leider haben sich auch die ersten Battlemarks gezeigt. Auch wenn es zu erwarten war (ein Teenagerwachstumschub hat mich schon an Brust, Hüfte und Beinen zum Streifenhörnchen gemacht), bin ich doch erstaunt, dass sie schon jetzt da sind.

Feeling like a number one…

Das Internet hat mal wieder ein schönes Spielchen erfunden:

The Game:

  1. Discover the #1 single of the country and week you were born in.
  2. Find it on YouTube
  3. Post it on your blog without shame.

ABBA – Super trouper

Und für den Mann darf ich auch:

Peter Schilling – Major Tom (völlig losgelöst)

Und im März ergänzen wir dann für das Drachenkind.

(via)

2011

Zugenommen oder abgenommen? Zugenommen. Deutlich. Und nicht nur wegen des Menschleins, was in mir in wächst.

Haare länger oder kürzer? Länger. Friseurtrauma.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Keine Ahnung.

Mehr Kohle oder weniger?
 Mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger? Erst superdoll auf eine Weltreise gespart.
 Dann ein Kind gemacht, geheiratet, umgezogen. Also mehrmehrmehr.

Mehr bewegt oder weniger? Erst auf eine Weltreise hintrainiert, dann ein Kind gemacht und Bewegung erst wegen Übermüdung, dann wegen Untrainiertheit und Kreislauf eingestellt.

Der hirnrissigste Plan? Innerhalb von 3 Wochen umziehen, heiraten und den Mann fertig diplomieren. Hat aber funktioniert.

Die gefährlichste Unternehmung? Nach Borkum zu fliegen.

Der beste Sex? 
Ja. Definitiv und sehr effektiv zudem.

Die teuerste Anschaffung?
 Eine Nikon D7000. Und das Kind, aber die Kosten werden sich wohl erst in den nächsten Jahren materialisieren.

Das leckerste Essen? Zuviel leckeres Essen, kann mich nicht so recht entscheiden. Akut in Erinnerung ist der leckere Sauerbraten vom Mann zu Weihnachten. Und das großartige Rinderfilet mit Madeira-Soße zu meiner Verabschiedung. *Fleisch*

Das beeindruckenste Buch? 
 Stein des Himmels. Die geheimnisvolle Geschichte der grünen Jade.  Adrian Levy & Cathy Scott-Clark.

Der ergreifendste Film? Der einzige. Harry Potter. Nicht sonderlich ergreifend. Dafür im Theater bei A Christmas Caroll komplett die Fassung verloren. Hormone, baby.

Die beste CD?
 Die einzige. R.E.M. Collapse into now.

Das schönste Konzert? Das einzige. Tokoyo String Quartett.

Die meiste Zeit verbracht mit…? Planen.

Die schönste Zeit verbracht mit…? Dem Mann.

Vorherrschendes Gefühl 2011. Wow. Es hat geklappt.

2011 zum ersten Mal getan. Ein Kind gezeugt. Geheiratet. Diesen Fragebogen ausgefüllt.

2011 nach langer Zeit wieder getan? 
Nach Dresden gezogen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Auf den Rückenknacks im April. Auf ein neverending Familiendrama kurz vor meiner Hochzeit. Die zwei Zuckertests.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Dass man manchmal was riskieren muss, um jemanden zu gewinnen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? 
Das Ja zu einem gemeinsamen Leben.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
 Das Ja zu einem gemeinsamen Leben.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? 
Willst Du mit mir in den Hafen der Ehe einfahren? (Mit Blick auf den Hamburger Hafen!)

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? Ja!

2011 war in einem Wort…? Lebensverändernd

Hello and welcome to third trimester

Bitte schnallen Sie sich an, es wird wild und widerlich.

Nein, eigentlich ist immer noch alles prima, so relativ gesehen. Aber einige Beschwerden werden doch langsam lästig. Ziemlich doof finde ich, dass ich meinen Ehering derzeit kaum trage, weil die Hände so angeschwollen sind. Manchmal wache ich nachts auf und habe das Gefühl, sie sind auf das doppelte gewachsen. In den Beinen macht sich netterweise bisher kaum Wassereinlagerung bemerkbar.

Langsam macht sich der dicke Bauch in Sachen Kurzatmigkeit bemerkbar, Dass es um meine Kondition nicht besonders bestellt war, seit dem Sommer auf dem Sofa ist mir klar, aber mittlerweile schon im Sitzen außer Atem zu geraten ist bitter. Und in den 2. Stock Altbau zu ziehen vielleicht auch nicht die beste Idee derzeit. Aber es gibt es dem Mann viele Gelegenheiten mich zu triezen.

Der letzte Gang auf meine endlich wieder funktionsfähige Waage war doch einigermaßen erschreckend. In den letzten Monaten hab ich mich nur beim Arzt  (komplett angezogen und mit Frühstück und Kaffee intus) gewogen und einmal auf einer analogen, sehr freundlich gesonnen Waage. Ich habe wohl bisher knapp 15 kg zugenommen. Das erklärt dann wohl auch die in den letzten Tagen häufiger gestellte Frage, ob es denn 2 werden würden …

Gut, dass es diese schicken Schwangerschaftshormone gibt, die mich gelassen zu sehen lassen, wie man sich in ein riesiges, aufgeschwemmtes, sich von Zeit zu Zeit auflösendes, Unmengen an Kuchen verschlingendes, furzendes, schlecht schlafendes Mamamonster verwandelt. Und dann staune ich immer wieder, wenn das Drachenkind anfängt zu zappeln und zu tanzen, über dieses faszinierende Gefühl, da wächst ein Menschlein in mir drin.

Lebenszeichen

Ja, alle noch da. War ein bissl viel die letzten Wochen, Umzug, Hochzeit, Büroverabschiedung und Weihnachten. Der Mann ist nun Diplom-Ingenieur. Alles hat hingehauen, sogar ohne größere Katastrophen. Weihnachten war großartig. Ausgeschlafen, auf dem Wochenmarkt gewesen, Baum geschmückt, Schnee geguckt, spontan Plätzchen gebacken. Dass ich mir das Knie dank eines Schlaglochs aufgeschlagen habe, hat mich wohl davor bewahrt, vor Glück zu platzen.

Ein paar Dinge sind und waren in der Pipeline, die werden die nächsten Tagen, wenn sie endlich für veröffentlichungsreif befunden wurden, hier auftauchen (zum Teil rückdatiert), so als kleine Vorwarnung, dass hier wieder mehr passiert.

Rutscht gut rein! Auf ein glückliches, zufriedenes, aufregendes, lebensveränderndes Jahr 2012!