Friday Fives

Angesichts der aktuellen Situation vieler Flüchtlinge bin ich diese Woche sehr dankbar, ein glücklicheres Geburtslos gehabt zu haben. Das hört sich vielleicht ein bisschen ergoistisch an, soll aber einfach nur heißen, dass es überhaupt nicht selbstverständlich ist und auch mich treffen könnte (an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit). Hier möchte ich meine Dankbarkeit festhalten, denn dass so viele Menschen bei uns Sicherheit suchen, macht mir (wieder mal) bewusst, welches Glück wir haben, hier leben zu dürfen.

Frieden – Ich bin dankbar, in Frieden und Sicherheit zu leben. Ich muss keine akute Angst um mein Leben oder das meiner Lieben haben, ich muss nicht flüchten, nicht fürchten alles zu verlieren, was ich besaß. Ich muss nicht fürchten, verhaftet, gefoltert oder getötet zu werden, nur weil ich die aktuelle Politik unserer Regierung kritisiere. Wenn mir Unrecht passiert, kann ich Gerichte anrufen.

Wohlstand – Ich bin dankbar dafür, gerade in der Sonne auf dem Balkon unserer 100 m² großen Wohnung zu sitzen und diese Zeilen auf einem Laptop zu schreiben. Ich bin dankbar für fließend Wasser, Strom, ein Auto, einen gefüllten Kühlschrank, eine Krankenversicherung und viele weitere materielle Dinge, die unser Leben sehr angenehm machen.

Versöhnung – Ich bin dankbar dafür, dass sich vor 60 Jahren viele schlaue Menschen zusammenfanden, um einen Weg der Versöhnung aus der Katastrophe zu suchen. Dankbar für die vielen Menschen, die daran mitgewirkt haben, aus dem ewigen Krisenherd Europa ein Gebilde zu bauen, das seit Jahrzehnten Frieden und Wohlstand bringt. Ich bin dankbar für die vielen Menschen, die ihre berechtigte Wut, ihren Hass, ihre Rachegelüste gegenüber diesem Land überwunden haben und stattdessen an der Versöhnung mitgewirkt haben.

Perspektive – Ich bin dankbar, dass meine Zukunftsängste sich derzeit auf meine Karriere beschränken. Ich muss weder in einem zerstörten Land oder mitten im Bürgerkrieg leben noch um eine ungewisse Zukunft in einem fremden Land bangen. Ich muss mich nicht fragen, ob ich je in meine Heimat zurückkehre, ob der Neuanfang aus dem nichts gelingen kann.

Selbstbestimmung – Ich bin dankbar, für mich und die meinen sorgen zu können. Ich bin nicht angewiesen auf die Hilfe anderer, um uns zu ernähren, zu wohnen, zu kleiden, einen Behördengang zu machen oder mich zu verständigen. Unser Leben ist (weitestgehend) selbstbestimmt.

Ich bin sehr dankbar für alle diese Punkte und wünsche den Menschen, die hier einen Neuanfang wagen (müssen), dass sie alle Hilfe kriegen, die sie brauchen. Ich wünsche mir, dass wir als Land es schaffen, trotz einer braunen Minderheit, all diese Menschen willkommen zu heißen. Helfen kann man unter anderem bei der Aktion Blogger für Flüchtlinge, aber auch vor Ort gibt es genug Möglichkeiten.

Friday Fives

hobbitIch wiederhole mich möglicherweise, aber die Wochen sind pickepackevoll und rasen nur so dahin. Diese Woche war denn wenigstens im Fazit eher positiv. Dankbar bin vor allem für diese Dinge und Erfahrungen.

Sonntagsmoment – Oft liegen wir am Sonntag, bevor der zuständige Erwachsene sich für seinen Aufstehdienst aufrafft, noch alle drei im Bett. Das Kind zieht uns dann alle zusammen zu einem wunderbaren Familiengruppenkuschel-Moment.

Kopfarbeit – Ich durfte diese Woche in ein kleines Unternehmen reinschnuppern, meinen Kopf wieder etwas anstrengen und zudem ein paar sehr nette Menschen kennenlernen. Und koreanisch essen. Dankbar für 2 inspirierende und motivierende Tage.

Körperarbeit – Nach vielen Stunden (im Auto) sitzen am Anfang der Woche hörte ich meinen Rücken förmlich jubeln, als ich endlich wieder auf dem Rad saß. Dem (derzeit) guten Wetter und der Fahrradfreundlichkeit hier sei dank das perfekte Fortbewegungsmittel.

Glück – der Zufall, der Schicksal, oder einfach nur ein bissl Glück: Es hat mir diese Woche eine Kuh vom Eis geholt. Es ist zwar nur eine Zwischenlösung, aber sie ist ausreichend befriedigend und verschafft Zeit. Sorry für die Kryptik.

Mein (derzeit) unkompliziertes Kind – jaja, Murphy ich fordere dich heraus, aber ich sage es trotzdem: Das Kind ist toll. Was die im Moment alles mitmacht. Und zwar meistens gerne und fröhlich. Ständig krieg ich – vor allem von älteren Erwachsenen – „Lob“ für mein Kind. Als ob ich das wäre. Die ist so toll.

(Und dass sie sich heute auf ihr neues Balkonkissen stellte und lospullerte verbuche ich einfach mal unter „zu langer Tag für uns alle“ -.- )

Mehr wie immer bei Nadine. 

Friday Fives

Hubschrauber

Schwupps, schon wieder eine Woche um. Irgendwie sind die Wochen derzeit so pickpackevoll, dass sie wie im Flug vergehen. Neben zuviel Zeit im Krankenhaus und einigen traurigen wie bitteren Erkenntnissen hielt diese Woche aber auch so viele schöne Momente bereit, dass ich das Bedürfnis hab‘, diesmal die Fünfe sprengen zu müssen.

Vorfreude – Wir haben Urlaub gebucht, yippieyeah. Mit der der Lieblingsschwester zusammen. Yippieyeahyeah. Seit Weihnachten denken wir daran rum, zögern, planen, planen um, zögern. Seit heute ist es endlich fest. Strand, wir kommen, Sonne, wir kommen.

Noch mehr Vorfreude – Diese Woche habe ich auch endlich alle Details für meine Teilnahme an der diesjährigen republica geklärt. Dankbar bin ich für die Unterstützung, die mir diese 3 Tage ermöglicht, insbesondere meiner Mama, die das Kind hütet und einem Freund, bei dem ich wiedermal das Gästezimmer belegen darf. Republica, ich komme, Berlin, ich komme.

Lernen – Ich darf demnächst eine Weiterbildung starten und bin schon ganz heiß aufs Lernen und den Kopfanstrengen. Und auf wieder ein bissl mehr Struktur im Tag.

Kennenlernen – Nächste Woche kann ich recht spontan einen Einblick in ein kleines Unternehmen erhalten. Ich bin sehr gespannt. Vielleicht wird ja mehr draus.

Tanzen – Endlich hat der Zumba-Kurs im Sportverein angefangen. Das war toll. Mein Körper war sehr dankbar für die viele Bewegung und den Rhythmus und das Tanzen, auch wenn ich mir am Anfang immer wie der letzte grobmotorische Trottel vorkomm. Mehr davon.

Bonus:

Helfen – Ich habe in den letzten Wochen selbst soviel Hilfe in der spontanen Kinderbetreuung erfahren, dass ich dankbar bin, diese Woche mal etwas zurückgeben zu können. Die Eltern von L.s bestem Freund hatten einen Betreuungsengpass von einer Stunde, der entweder einen Tag Urlaub oder das Anreisen von Verwandten bedeutet hätte. Also hab ich mir den Zweitsitz vom Opa ins Auto gebaut und mal 2 Kinder aus der Krippe bzw. Kindergarten abgeholt. War gar nicht schlimm, kein Kind ist kaputt gegangen und wir hatten ein schönen Nachmittag zusammen.

Außerdem gab’s diese Woche leckeres Essen (Sushi! Grünkohl! Angrillen!), interessante Begegnungen und ganz viel Sonne. Mehr davon. Wünsche einen guten Start ins Wochenende!

Alle Friday Fives gibt’s wie immer hier bei buntraum.at, heute im neuen (Frühlings?-)Kleid.

12 von 12 im April

Ein spannungsreicher Tag, nicht nur sportlich sondern auch familienbeziehungstechnisch. Naja, musste wohl mal raus an diesem sonst so ruhigen Wochenende.

Mehr 12 von 12 wie immer bei Draußen gibt’s nur Kännchen.

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Auschlafsonntag für mich – ich wurde von der Sonne geweckt. Gibt schlimmeres.

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Kleines Frühstück, wir waren beide zu faul zum Bäcker zu gehen. (Es gab Sushi gestern.)

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Ein bissl Wäsche zusammenlegen, damit der Wäscheständer aus dem Schlafzimmer verschwindet. Dabei über schöne Teile für die Sommerzeit fürs Kind gefreut.

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Auf auf zum Spielplatz. Seit gestern fährt das Kind mit dem großen Laufrad und wir wagten gleich heute den weiten Weg zum „Seilbahn-Spielplatz“. Sie hat es echt prima gemeistert.

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Nach den ersten paar Metern des Rückwegs kam das Kind so oft in die Nähe des Bordsteins, war unkonzentriert oder am stänkern, dass wir entschieden, dass sie bei mir mitfahren musste. Das Laufrad beim Papa.

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Fernsehgucken am Nachmittag, das haben wir wohl das letzte Mal zur WM gemacht… Das Mann hatte plötzlich seinen Lokalpatriotismus entdeckt und musste das Endspiel des Basketballpokals sehen, in dem die Oldenburger EWE Baskets spielten – und gewannen. Am Ende habe ich mich auch von dem super spannenden Spiel anstecken lassen.

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Zum Spiel gab’s Kuchen – anstatt Mittag.

IMG_4610Dann starteten das Kind und ich eine große Bastelrunde: erst Stoppersocken herstellen…

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…dann endlich mal die seit Monaten fastfertigen Sitzkissen fürs Wohnzimmer befüllen…

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…dann Stempeln und Malen fürs Kind, Schnitt Zuschneiden für mich.

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Vorm Essen spielte das Kind dann noch eine Runde Playmobil, derzeit ihr absolutes Favoritenspielzeug.

IMG_4626Während wir bastelten hatte sich der Mann in der Küche an die Zubereitung eines äußerst schmackhaften Grünkohls gemacht. Ähem, ja ein bissl spät, aber damit haben wir es, als „Oldenburger“ zumindest diese Saison einmal geschafft, das zu Hause zu essen.

Friday Fives

BluetenEndlich schaffe ich es mal wieder, bei den Friday Fives mitzumachen. Nicht, dass ich nichts zum dankbar sein gehabt hätte, die letzten Wochen, aber es fiel mir schon schwer, 5 Dinge zusammen zu klauben, die nicht eine ständige Wiederholung oder Allgemeinplätze sein würden. So langsam klingen zumindest die akuten Krankheiten ab und auch der geburtstagsbedingte Stress dadurch, dass meine 3 liebsten Menschen und einige weitere sich den März für ihr Erscheinen ausgesucht haben, lässt nach. Das Osterfest war nun der krönende Abschluss dieser ständigen Feierei. Es reicht.

Diese Woche war ich dankbar für

Spontanbesuch – eine Verwandte aus Chicago hatte mitbekommen, dass es meinem Vater nicht gut geht und spontan beschlossen, uns besuchen zu kommen. Neben dieser wundervollen Geste führte dies zu sehr vielen, sehr inspirierenden und lustigen Gesprächen und der guten Gelegenheit, meine eingerosteten Englischkenntnisse mal wieder zu nutzen. Einer ihrer Ratschläge: „Don’t get divorced until the baby sleeps through the night.“

Geplantbesuch – Meine allerliebste Lieblingsschwester war mit ihrem tollen Freund da und es war toll wie immer. Wir verstehen uns einfach alle gut und bin immer wieder traurig, dass mein Herzensmensch so weit weg wohnt. Wir versuchen, dieses Jahr zumindest gemeinsam in den Urlaub zu fahren.

Zeit für mich – Irgendwie habe ich mich die letzten Wochen ganz schön aufgerieben mit der Planung all der Geburtstage und Feiern und Geschenke, die alle selbstgemacht sein sollten. Dazu kamen Krankheiten in verschiedenen Schweregraden und die Orga unseres täglichen Lebens, die derzeit schon viel an mir hängt. Jedenfalls schnappten meine Schwester und ihr Freund sich das Kind verbrachten einen Nachmittag auf dem Spielplatz. Diesen nutze ich für Schlafen, ein Buch lesen und Essen im Bett. Nach diesen 4 Stunden fühlte ich mich wie neugeboren und konnte die restlichen Osterfeiertage angehen.

Sonne – ein Nachmittag auf dem Spielplatz mit Sonne fühlte sich fast wie Urlaub an. Das Kind findet so schnell Anschluss, dass ich wirklich mal in Ruhe auf der Bank sitzen kann. Freue mich auf den Frühling: Endlich weniger anziehen, leckere Früchte und viel Draußensein.

Freunde – Wir haben es diese Woche geschafft uns mal wieder mit dem besten Freund des Kindes zu treffen, der mittlerweile in den Kindergarten geht. Wir alle sind zeitlich recht eingespannt, insbesondere seine Mutter, die unter der Woche in einer anderen Stadt arbeitet. Ich freue mich und bin dankbar, dass das Kind so eine feste Freundschaft geschlossen hat – denn das ist es, wenn man die beiden zusammen sieht.

Nach soviel Familienzeit, freue ich mich jetzt auf ein ruhiges Wochenende nur wir 3. 

WMDEDGT?

Ich bin heute mit Fahrrad und Auto, mit Bus und Zug gefahren. Ich war in der Kita und im Krankenhaus, in einem Cafe und in einem Schloss. Ich habe diskutiert und zugehört. Ich habe Zeitung, Twitter, Facebook und ein paar Blogs gelesen. Ich habe mit meinem Vater geredet, mit meiner Mutter telefoniert und meiner Schwester gesimst. Ich kuschele gleich mit Mann und Kind. Vergangenheit und Zukunft, Freud und Leid, so nah und doch so fern. Heute.

mehr WMDEDGT? („Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“) bei Frau Brüllen.

Nähen fürs Kinderzimmer (I+II)

Ich bin ja schon ein bisschen verliebt in die Stoffserie Surprise von Jolijou (und heule immer noch den Pusteblumen von jinnyjou nach, die ich verpasst habe). Deshalb wollte ich ihn gerne für das Kinderzimmer verwenden und meine Patchwork-Künste etwas ausbauen. Letzteres habe ich nun etwas an den Sitzkissen von Pattydoo erprobt (Vorstellung folgt, wenn mal alle wirklich fertig sind) und musste nun mal frei weiterentwickelt werden.

Zuerst entstand wieder ein Sitzkissen – angepasst an unsere niedrigen Fensterbänke, auf denen man prima sitzen kann.

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Und dann hat nun endlich das Puppenbett ein Bettzeug bekommen. Die „Matratze“ hat als kleines Detail einen passenden Paspel bekommen. Gefüllt ist das Bettzeug mit dicker Vlieseinlage.

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Und als nächstes kriegt dann auch die Puppe mal was Selbstgenähtes. Am besten was, dass das Kind nicht ausziehen kann.