Bloggen

Ja, den Challenge muss ich leider verloren geben. Es hat leider nicht funktioniert, mich dadurch zum regelmäßigeren Bloggen oder auch Kamera-Benutzen zu zwingen. Is halt grad nicht so meins, mich zu zwingen. Zum Beispiel: Der Wecker geht um 8? – Ach, noch mal rumdrehen, um 9 steht die Welt auch noch. Oder etwa: Das Bad müsste heute geputzt werden? – Auch das steht morgen noch.

Ich fließe – nach Lust und Laune. Das Bad wird mich schon früh genug nerven und wenn ich ausgeschlafen bin, geht’s mir besser. Und in weniger als 3 Wochen soll hier ein kleiner Mensch einziehen, der den Fluß ganz neu bestimmt, also genieße ich meine letzte Tage der freien Zeiteinteilung und ausreichend Schlaf.

Also, blogge ich, wenn ich Lust zum Bloggen habe. Jetzt zum Beispiel. Weil ich mal wieder in einem ersten “Mama-Blogs” gelesen habe, die ich seit Beginn der Schwangerschaft verfolge. In diesem Fall ist es der Schwangerschafts-Kalender von Amalah. Hier zur 38. Woche:

(You) Are alternating between crazy excitement about finally meeting your baby and crazy panic about oh my God, you’re finally going to meet your baby and they’re going to expect that you take it home and like, keep it alive and stuff.

Es ist faszinierend, wie sich meine eigenes Blog- und Internetleseverhalten in den letzten Monaten geändert hat. Neben den eher politischen und allgemeinen Blogs in meinem Reader sind mittlerweile ebenbürtig viele “Mama-Blogs” gelandet. Deren schiere Existenz mir vor meiner Schwangerschaft gänzlich unbekannt war und ich echt überrascht bin, wie groß und gut vernetzt diese Community (Klein-Bloggersdorf) ist. Der beste Weg sich einen Überblick zu verschaffen, sind übrigens die Storchenliste und die Babyliste bei Mama Miez. Und so wie ich während meines Studiums immer wieder staunte, dass man ein paar Jahre zuvor noch ohne das Internet einen erfolgreichen Studienabschluss erreichen musste konnte, kann ich mir heute eine Schwangerschaft ohne das Internet nicht mehr vorstellen.

Licht am Ende der To Do Liste

  • Klamotten in 50 bis 62 
  • Home-Coming-Outfit (Ich habe viele Sachen im Second-Hand und bei Ebay gekauft, aber fürs nach Hause kommen, sollten es doch ein paar besondere Sachen sein)
  • Bettchen aufbauen
  • Stubenwagen (bringt der Opa in spe beim nächsten Besuch mit)
  • Laken
  • Schlafsäcke
  • Wickeltisch anbringen
  • Windeln
  • Mobilé
  • Windeleimer
  • Kinderwagen (ist entschieden, aber noch nicht gekauft)
  • Manducca (o.ä.)
  • Maxi Cosi
  • Badewanne
  • Kapuzenhandtuch
  • Thermometer (bestellt, aber  noch nicht da)
  • Stillkissen (bestellt, aber  noch nicht da)
  • Fläschchen, Pumpe, etc. (nach der Geburt) 
  • Kinderzimmer entrümpeln
  • Kinderzimmer streichen (Dafür reist die Lieblingsschwester heute an. Das Kinderzimmer ist auch nur so ein Alibi-Kinderzimmer. Das Bettchen wird bei uns am Bett stehen und der Wickeltisch ist im Badezimmer angebracht. Mit unserem alten Stubenwagen wird sie dann im Wohnzimmer bei uns sein. Also ist das Kinderzimmer derzeit so was wie ein Aufbewahrungsraum für die Babyklamöttchen, Bücher und Kuscheltiere. Aber trotzdem soll es ein nettes Zimmerchen werden, das schon erkennbar dem Drachenkind gehört.)
Irgendwas wichtiges vergessen?

Krankenhausbesichtigung, die dritte. Mit Entscheidung.

Last but not least stand gestern der Infoabend im Uniklinikum in Johannstadt auf dem Plan. Das Klinikum ist ein riesiger Komplex, eine kleine Stadt in der Stadt. Optisch erinnert die Frauenklinik an das Hörsaalzentrum: Viel nackter Beton und Glas. Die Kreißsaal-Station und die Wochenstation sind innen zwar mit viel Holz ausgekleidet, aber ein etwas unterkühlter Gesamteindruck bleibt.

Auch hier, nun nicht mehr so überraschend, 40-50 Leute. Eine Hebamme stellte die Station mit einer launigen Präsentation vor. (Hebammen haben einen so unglaublich positiven Blick auf die Geburt: „kann sogar Spaß machen“, „Ich würde es nicht Schmerz, sondern Kraft nennen.“)  Die Führung mit knapp 50 Leuten war etwas anstrengend. Aber es gab immerhin zwei frische Babys zu sehn, so klein …. #hach

Insgesamt macht das Klinikum einen guten Eindruck, wenn man eine schwierige Geburt zu erwarten hat, sicherlich der absolut richtige Ort. Es wirkt jedoch noch deutlich „krankenhausiger“ als das Neustädter.  Zudem scheint es keine richtigen Familienzimmer zu geben, auch wenn rooming in durch den Mann möglich ist.

Wir werden uns also im Neustädter anmelden: Es hat eine angenehme Atmosphäre zwischen modern und familiär. Es bietet 4 Familienzimmer und hat sowohl eine Kinderklinik als auch eine gynäkologische Station. Also, Daumen drücken, dass das Drachenkind wenigstens bis Montag drin bleibt, so dass ich dann ordentlich zur Geburt angemeldet bin.

Krankenhausbesichtigung, die erste

Krankenhausbesichtigung, die zweite